Stiftungsinfo

 

 

Die 1969 gegründete Dina-Herter-Stiftung ist benannt nach der Spenderin Dina Herter, geb. Maechler. Sie wurde 1883 in Siegen geboren und heiratete 1923 in Stuttgart den General-Oberarzt Dr. Gustav Herter, der mit der reichen New Yorker Familie Herter verwandt war. Dieser starb 1945. Danach lebte Dina Herter bis zu ihrem Tode am 15.11.1969 allein in Stuttgart.

 

Sie vermachte ihren Wertpapierbesitz im Wert von rund 220.000,00 DM den alten Menschen im damaligen städtischen Altenheim Theodor-Keßler-Haus –TKH- in ihrer Heimatstadt Siegen in Form einer Stiftung. Der Notar ihres Vertrauens, Herr Franz Bumüller, aus Kirchheim unter Teck, entwarf die Stiftungssatzung und fungierte bis zu seinem Tod im November 1998 als Vorstandsvorsitzender. Sein Nachfolger wurde danach der langjährige Geschäftsführer der Stiftung, Herr Peter Hülsmann, der bis zu seiner Pensionierung im August 2006 als Leiter des Sozialamtes der Stadt Siegen tätig war. Dieser berief im Jahr 2000 seinen beruflichen Vertreter, Andreas Kornmann, zu seinem Nachfolger als Geschäftsführer, der dieses Amt auch aktuell ausübt. Peter Hülsmann ist im August 2014 verstorben und bestimmte kurz vor seinem Tode das bisherige Vorstandsmitglied Dieter Bablich, hauptberuflich Leiter der Abteilung Soziales der Stadt Siegen, als seinen Nachfolger. Herr Bablich ist nun der dritte Vorstandsvorsitzende in der langen Geschichte der Stiftung.

 

Das ehemals städtische Theodor-Keßler-Haus ist seit 1996 in privater Trägerschaft und im Jahre 2001 in neue Räumlichkeiten gezogen, in das KURSANA DOMIZIL Theodor-Keßler-Haus, Am Witschert 10, 57072 Siegen. 

 

Weitblickend verfügte Dina Herter, dass das Vermögen nicht angetastet werden darf. Dadurch soll die Stiftung dauerhaft in ihrer Existenz gesichert werden. Aus den Zinserträgen werden die bedürftigen Heimbewohner seither unterstützt durch vielerlei Aktivitäten. Herausragend ist sicherlich der Geschenktag Anfang Dezember eines Jahres, wo jeder Bewohner ein individuelles Geschenk nach eigenem Wunsch bekommt. Doch auch Geschenke und Besuche zu den Geburtstagen der im Altenheim lebenden Menschen sind hervorzuheben. Dazu kommen gemeinsame große Feierveranstaltungen anlässlich des Geburtstages bzw. Hochzeitstages der Stifterin im März bzw. Juni jeden Jahres, sowie ein großes Weinfest im September. Neben diesen regelmäßigen Aktivitäten wurden u. a. in der Vergangenheit aus Stiftungsmitteln vielfältige Bewohnerausflüge, die Anschaffung Orffscher Instrumente, zweier Aquarien, ein Zuschuss zum behindertengerechten Umbau des Bewohnerbusses, und vieles mehr finanziert.

 

In 2007 wurde eine mobile Leinwand plus Laptop und Beamer angeschafft, um in allen Wohnbereichen alte Filme, Heimatfilme, Fotos von Festen etc. im Kinoformat vorführen zu können. Dieses Equipment wurde 2012 ergänzt durch Verdunkelungsrollos im Vorführraum, damit eine noch schönere (Kino)atmosphäre entsteht. Außerdem kommt seit einigen Jahren der Arbeiter und Samariter Bund mit seinem Hundebesuchsdienst zweiwöchentlich ins TKH. Die Tiere erzielen eine durchschlagende überaus positive Wirkung, und bringen z. B. sonst absolut schweigsame Menschen zum Erzählen über die eigenen Hunde oder Tiere oder zaubern Freude in die Gesichter vieler aufgrund keiner oder weniger Verwandtenbesuche recht einsamer Bewohner. 

 

Selbstverständlich kann der Vorstand und der Geschäftsführer nicht allein die Zeit und Arbeit aufwenden, um die Stiftungsziele zu verfolgen und umzusetzen. Vielmehr ist er auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen. Diese Aufgaben erfüllen mit bewundernswertem Engagement und in liebevoller Weise die „Helfenden Frauen“ unter der langjährigen Leitung von Frau Margret Zingler, die aus Altersgründen im Jahr 2007 dieses Amt an Frau Brigitte Mende und Frau Ingeborg Ebert weiterreichte. Sie kaufen die Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke, besuchen die Bewohner an ihrem Geburtstag, helfen bei der Organisation der Feste, leiten den Bastelkreis, und unterstützen die hauptamtliche Betreuungsleiterin, Frau Annemone Jänsch, beim Lesekreis, Spielkreis, Singkreis, Kochkreis, und vieles mehr.

 

Die Dina-Herter-Stiftung hat in den über 40 Jahren ihres Bestehens dem Auftrag der Stifterin entsprechend gehandelt und vielfältige Aktivitäten zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt und durchgeführt. Hierzu gilt es einerseits Dank zu sagen an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und andererseits gemeinsam neue Ideen zu formulieren und in neue Aktivitäten münden zu lassen.

 

Absolut wünschenswert ist eine Partnerschaft mit einer Schule, um einen regen Austausch der Generationen zu bekommen. Die Schüler könnten z. B. einsame Bewohner besuchen, bettlägerigen Bewohnern vorlesen, kleine Einkäufe erledigen, einen Streichelzoo mit Kleintieren einrichten, pflegen und sauber halten, bei Veranstaltungen musizieren u. v. m. Die alten Menschen können durch ihre Lebenserfahrung vieles an die Schüler zurückgeben, die Schule besuchen und Geschichten aus ihrem Leben erzählen usw. 

 

Am 30. Mai 2009 feierte die Dina-Herter-Stiftung ihr 40jähriges Bestehen. Die Bewohner des TKH standen dabei im Mittelpunkt. Deshalb wurde die Feier im Hof des TKH und den angeschlossenen Räumlichkeiten des Erdgeschosses (Foyer und Speisesaal) durchgeführt. Neben einigen Grußworten haben die vielen Musikanten und Künstler ein abwechslungsreiches und schönes Fest kreiert, das allen in langer Erinnerung bleiben wird.

 

Die Stiftung konnte aus dem Vermögen angesichts schwankender Zinseinnahmen unterschiedliche Erträgnisse erzielen, die für den Stiftungszweck verausgabt worden sind. Im Schnitt sind dies umgerechnet zwischen 7.000,- € und 8.000,- € jährlich, die benötigt werden, um Sinnvolles entsprechend dem Auftrag der Stifterin für die Heimbewohner zu tun. Damit sind insgesamt ca. 330.000,- € in den bisherigen 45 Jahren des Bestehens der Stiftung für die Bewohnerinnen und Bewohner des Heims ausgegeben worden.

 

Die in Zeiten der hohen Zinsen gebildete Rücklage - ergänzt um eine großzügige Spende eines verstorbenen Ehepaares aus Netphen-Deuz - stellt noch eine gute Sicherheit für die künftige Arbeit dar. Doch ist angesichts der immer weiter sinkenden Erträgnisse wegen der extrem niedrigen Zinsen seit Jahren eine Entnahme aus der Rücklage erforderlich. Diese schrumpft daher immer weiter, so dass Spenden benötigt werden und daher willkommen sind.